Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenhausen – private Stadtführung Erinnerungsorte

"Sie hatte nur ein Ziel, sie hatte nur einen Zweck: den Tod." Marcel Reich-Ranicki, Publizist & Literaturkiritiker (1920-2013)

Themen unserer privaten Führung "Gedenkstätte KZ Sachsenhausen": Lagersystem Sachsenhausen,   Modellager des NS-Regimes in der Nähe Berlins, Leben im Konzentrationslager bei Berlin, Judenverfolgung, Holocaust, Erinnerungsort Gleis 17 ... (Sie können Themen auswählen oder erhalten einen Überblick von uns).

Tourbeschreibung

Im Jahr 1936 errichten Häftlinge ein Konzentrationslager in der Nähe Berlins – das KZ Sachsenhausen. Das Lager Sachsenhausen diente dem NS-Regime als Modell- und Ausbildungslager. Insgesamt wurden ca. 200 000 Menschen (insbesondere politische Gegner und Juden) eingesperrt, gequält bzw. getötet.  Im Spätsommer 1941 wurde eine Massenerschießungsanlage errichtet, in der bis zu 18.000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet wurden. Insgesamt sollen mehrere zehntausend Häftlinge ermordet worden sein. Die Räumung des KZ Sachsenhausen durch die SS begann am Morgen des 21. April 1945, als die Rote Armee nur noch wenige Kilometer entfernt war. Die Gefangenen wurden auf eines Todesmarsch geschickt, in dem nochmals mehr als 1000 Gefangene starben...

2.1.5 - Konzentrationslager Sachsenhausen - private Führung
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Jeden Besucher wird das Lager und die Informationen, die wir in unserer privaten Führung vermitteln, sehr berühren und emotional angreifen. Allerdings ist es uns wichtig, die Geschichte des Lagers und Lagersystems, auf der Grundlage der aktuellen Fachliteratur und zahlreicher Zeitzeugenberichte in allen nötigen Differenzierungen darzustellen. Es ist nicht unser Ziel, die Besucher während der privaten Besichtigung zu schockieren, wir möchten aber die Situation in dem Lager nicht beschönigen. Natürlich gehen wir auf die Gastwünsche und Befindlichkeiten ein und können Bereiche des Lagers auslassen. Man sollte aber berücksichtigen, dass der Ort an sich jeden stark emotional berührt.

Die Führung durch das Lager ist  für Kinder unter 12 Jahre NICHT geeignet.

Stadtführer & Anreise

Anreise: das Konzentrationslager Sachsenhausen liegt nördlich von Berlin. Mit einem Fahrzeug benötigt man circa 50 Minuten für die Anreise. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: circa 1:25h (inkl. 1,5 km Fußweg).

Unsere privaten Stadtführer werden ihren Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers in Sachsenhausen mit ihrem fundierten Wissen und der gebührenden Respekt begleiten. Trotz der stark emotionalen Belastung, ist es sehr wichtig, diesen Ort zu besuchen und die Erinnerung aufrecht zu erhalten. Dabei wollen wir helfen.

Alle unsere Stadtführer sind lizensiert für eine Führung innerhalb der Gedenkstätte.

Ausgewählte Sehenswürdigkeiten der Tour

Tor und Turm A

2.1.5 O2 - Tor - private VAN Tour
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Das Lager hat die Form eines Dreieckes und wurde durch den Turm A und das Maschinengewehr darauf überwacht. Das Tor unter dem Turm war der Weg in das Lager für alle neuen Häftlinge. Durch eben dieses Tor verließen jeden Morgen tausende Häftlinge das Lager auf dem Weg zu ihren Arbeitsstätten. Die metallenen Buchstaben auf dem Tor fanden sich auf zahlreichen Lagertoren: „Arbeit macht frei“.

Appellplatz

2.1.5 Appellplatz - private Führung SachsenhausenJeden Morgen mußten alle Häftlinge die Lagers auf dem Appellplatz antreten. Hier mußten sie stehen, bis alle Insassen gezählt waren. Es kam vor, daß während der Nacht ein Häftling geflohen war, alle anderen mussten dann stehen bis der Flüchtling gefunden wurde. Der Appellplatz wurde ab 1940 der Ort öffentlicher Erhängungen. Hinter dem Platz ist noch ein Stück des Todesstreifens zu sehen, ebenso die 'Schuhprüfstrecke' – auf der Häftlinge unter widrigen Umständen für die deutsche Schuhindustrie und die Wehrmacht Schuhe testen mussten.

Krankenbaracke

2.1.5 Krankenbaracke - private Führungen SachsenhausenIn der Krankenbarack wurden tatsächlich von Häftlingen die zahlreichen Kranken des Lagers behandelt. Nach dem Krieg wurde bekannt, daß in der Baracke auch zahlreiche medizinische Experimente vorgenommen wurden. In der Baracke befindet sich eine Ausstellung zu den Versuchen.

Leichenhalle

Es scheint die grausame Bestätigung eines Stereotyps zu sein: die Deutschen sind korrekt. Auch wenn die Todesursache der allermeisten Häftlinge die Ermordung durch die SS war sollte der Schein der Legalität gewahrt bleiben. Deswegen wurde eine Leichenhalle eingerichtet, in der die Toten, der Form halber, untersucht und eine anscheinend natürliche Todesursache statuiert wurde.

Station Z

In Station Z wurden ab Ende 1941 ca. 12 000 sowjetische Offiziere getötet und verbrannt. Die Räume der Anlage sind in ihren Mauern und Fundamenten noch deutlich zu erkennen und geben Auskunft über den Ablauf der Massenmorde.

das kleine Lager

Nach der Pogromnacht am 9.11. 1938 wurden tausende jüdische Berliner nach Sachsenhausen gebracht. Aufgrund des dadurch verursachten Platzmangels wurde eine neuer Lagerteil gebaut, das sogenannte 'Kleine Lager'. Die Baracken sind noch vorhanden. Anhand der darin befindlichen Ausstellungen lässt sich das alltägliche Leben der Häftlinge nacherzählen.

Zellenbau

Wie ein Gefängnis innerhalb eines Gefängnisses befand sich in Sachenhausen ein 'Zellenbau'. Hier wurden Häftlinge eingesperrt, die eines Vergehens jedweder Art beschuldigt wurden. Der Zellenbau war bekannt durch die besonders brutale Art des Umgangs der SS mit den Insassen. Zahlreiche bekannte Oppositionelle wurden hier festgehalten, darunter Martin Niemöller, einer der Protagonisten der 'Bekennenden Kirche'.

das sowjetische Speziallager

Bereits im Jahr 1945 wurde das Lager wieder genutzt. Nur war es nicht mehr die SS, die ihre politischen Gegner inhaftierte sondern der NKWD. Sachsenhausen wurde zu einem der sowjetischen 'Speziallager'. Die Insassen waren zumeist ehemalige Nationalsozialisten, vielfach jedoch auch Menschen, die in Opposition zum neuen Regime in Ost-Berlin standen.

die "nationale- und Mahn- und Gedenkstätte" der DDR

Nach der Auflösung des Speziallagers dauerte es noch weitere Jahre, bis die Regierung der DDR auf dem Gelände eine Gedenkstätte einrichtete. Unübersehbar ragt bis heute der massive Obelisk, der im Zentrum der Anlage stand, in den Himmel. Wir fragen nach der Form der Erinnerung ind der DDR: wer waren für die SED die Opfer? Wie wurde ihrer gedacht? Wie ist das Konzept der Gedenkstätte vor 1989 zu verstehen?

Martin Niemöller

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

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Touroptionen

  • Tourinhalte werden auf ihre Bedürfnisse angepasst
  • Transport: privater Stadtspaziergang (ggf. mit BVG), VAN Tour, Bustour
  • Dauer: von 3-8 Stunden (bei inhaltlichen Schwerpunkten auch Mehrtagestouren möglich)

Empfehlung I: VAN Tour für max 6 Personen

  • Mercedes VAN Tour (Fahrer + Guide)
  • Treffpunkt: in ihrem Hotel
  • Startzeit: 9 Uhr
  • Dauer: 4 Stunden
  • Preis: 440€ inkl MWST, Eintritt

Empfehlung II: Tour zu Fuß für max 12 Personen

  • Stadtführung mit privatem Guide (öffentl. Verkehrsmittel)
  • Treffpunkt: in ihrem Hotel
  • Startzeit: 9 Uhr
  • Dauer: 6 Stunden
  • Preis: 360€ inkl MWST, Eintrittspreise

Weitere Services

  • Reservierung in speziellen Restaurants/Bars
  • Hotelreservierung
  • Abholung direkt am Flughafen (am Gate)
  • Transferfahrten

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