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Warum Humboldt Tours?
Architekturführungen Berlin
Berlins Erbe aus künstlerischer Innovation und chaotisch politischer Veränderung hat ein faszinierendes architektonisches Stadtbild hinterlassen. Sowohl neoklassische als auch barocke Meisterwerke zeichnen die Straßen des historischen Berliner Stadtzentrums. Unerwartete Wechsel zwischen Ost- und Westberliner Stadtvierteln spiegeln die unterschiedlichen Fortschritte des Wiederaufbaus der Nachkriegszeit wieder. Monströse Konstruktionen von Königen und Diktatoren, sowie Relikte von tyrannischen Diktaturen fordern Ihre Aufmerksamkeit. Vielerorts stehen gewöhnliche Alltagsgebäude Seite an Seite mit den beeindruckendsten architektonischen Experimenten moderner Zeiten.
Entdecken Sie Berlins abwechslungsreiche Architektur und begleiten Sie uns auf eine Tour zu den teils weltberühmten Gebäuden der Stadt. Wir bieten Ihnen einen exzellenten Überblick auf einer von Berliner Architekten mit viel Aufwand zusammengestellten Route.
» Ausgewählte Sehenswürdigkeiten Berlin: Architekturführungen in Berlin
↓ Kulturforum
Als Mies van der Rohe 1938 aus Deutschland Richtung USA auswanderte, wusste er nicht, dass er in Deutschland nur noch ein Gebäude konstruieren würde, die "Neue Nationalgalerie", sein Meisterwerk. Sehr authentisch setzte er hier sein Motto um: "Weniger ist mehr!". Ein anderer großer Architekt, Hans Scharoun, der in den Zwanziger-Jahren im Bauhausstil entworfen hatte, baute in der Nachkriegszeit am selben Platz seine atemberaubende, gänzlich "organische" Philharmonie, wie auch die Staatsbibliothek. Aber auch die Postmoderne ist in Gestalt der Gemäldegalerie (Hilmer & Sattler) vertreten.
↓ Karl Friedrich Schinkel
Es ist unmöglich, Berlin ohne die Bauten von Schinkel zu erleben. Schinkel, der große Architekt des Klassizismus in Preußen, wird von manchen noch heute als Inspiration für zeitgenössische deutsche Architektur gesehen. Viele sagen zudem, dass er der Stammvater der Bauhaus-Architektur ist! Viele seiner restaurierten Bauten kann man im Stadtzentrum bewundern: das Alte Museum, die Neue Wache und das Schauspielhaus, um nur einige zu nennen. Die meisten dieser Gebäude sind zwar von außen Schinkel, innen jedoch im Laufe der Jahre verändert worden. Besuchen Sie mit uns das einzige Gebäude der Stadt, in dem auch innen noch alle Details auf Schinkel zurückgehen. Sie werden mit den Augen fliegen lernen.
↓ Plattenbau
Serielle, graue "Plattenbauten" aus vorgefertigten Betonteilen prägten das Bild der DDR, insbesondere das der Vororte Ost-Berlins. Die oft erdrückend großen Blockbauten und Wohnbezirke erscheinen dem heutigen Betrachter monoton und kalt, doch waren sie in der DDR beliebt, und zwar vor allem wegen ihrer Ausstattung: fließend heißes Wasser, Zentralheizung, eigenständige Badeinheiten. Gleicher Standard für alle war doch ein legitmimes Ziel des Kommunismus, oder?
↓ Der Reichstag
Als Norman Foster seine erste Idee für den Umbau des Parlamentsgebäudes vorstellte, rückte er das Thema des demokratischen Neuaufbruchs nach '45 auch für das wiedervereinte Deutschland ins Zentrum, stand doch das kaiserzeitliche Reichstagsgebäude durch seinen Brand und die dadurch legitimierte Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933 für Schwäche und Scheitern von Demokratie in Deutschland. Foster konstruierte eine begehbare Glaskuppel für das Parlamentgebäude als Symbol für Transparenz und Bürgerrechte.
↓ Berliner Botschaften
Von der britischen Botschaft (Architekt Michael Wilford) bis zur architektonisch erstaunlichen niederländischen Botschaft (Rem Koolhaas) zeigen sich die über 150 Botschaften in Berlin überraschend experimentierfreudig. Erst kürzlich, 2008 wurde die US-amerikanische Botschaft am Pariser Platz neben dem Brandenburger Tor eröffnet (Moore Ruble Yudell).
↓ Jüdisches Museum
Das Museum von Daniel Libeskind ist durch seinen zink-glänzende Aussenseite, seinen Glashof und seine untypische Gebäuedeform ein expressives Meisterwerk der Architektur. Wir erklären Ihnen die Symbolik des Bauwerks und zeigen Ihnen aus der umfangreichen Ausstellung auf Wunsch das Wesentliche im Überblick.
↓ DZ Gebäude
Besuchen Sie das Hauptbüro von Albert Speer und erleben Sie die Gebäudelinien des berühmten Pariser Platzes. Das DZ Gebäude entworfen durch die zeitgenössische Legende Frank O. Gehry beeindruckt durch seine futuristisch gestaltete Raumskulptur im Inneren und sein fischartig gewölbtes Glasdach.
↓ Potsdamer Platz
Im Jahre 1920 machte der immer stärker werdende Verkehr die Kreuzung für Fußgänger gefährlich, so dass die erste Berliner Verkehrsampel hier installiert wurde. Eine Kopie dieser Verkehrsampel steht nun inmitten des Platzes. Der Platz wartet mit innovativer state-of-the-art Architektur auf, unter anderem mit den einzigen Berliner Wolkenkratzern. Im II.Weltkrieg wurde der Platz vollständig zerstört und war während des Kalten Krieges ein unbebautes Stück Land zwischen Ost und West.
↓ Karl-Marx-Allee
Ehemals Stalin-Allee: 1945 war die Allee völlig zerstört und wurde anschließend wieder aufgebaut. Den Anfang machten Bauhausschüler mit den Laubenganghäusern. Als die Architektur den Herrschenden nicht gefiel änderten dieselben Architekten ihren Stil und bauten nach sowjetischer Anweisung im 'Zuckerbäckerstil' – so nannten es die Berliner. Wir betrachten die Details der DDR-Architektur der 50er, folgen ihr in die 60er und enden am Alexanderplatz in der Moderne. Dies ist eine Tour, die die Abhängigkeit der Architektur von der Politik – zumindest in Diktaturen – illustriert.
↓ Reichsbank
Im Jahre 1933 wurde durch den Vorstand der nationalen Reichsbank das Design für eine neues Bankgebäude ausgeschrieben. Der Vorschlag von Bauhaus wurde abgelehnt, stattdessen der von Heinrich Wolf ausgewählt. Sein Gebäude wurde ein typisches Beispiel der Nazi-Architektur: riesige Ausmaße und gerade Linien kombiniert mit beängstigender Kälte. Es ist eines von vielen Beispielen politischer Architektur.